LowTech-Selbstversorgung

Unsere Motivation: Wissen vermitteln, austauschen und umsetzen – wie sich der Kreis schließt.

Wir sind eine Gruppe von Studierenden, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu Methoden und Techniken vereinigen will, um Ansätze einer ganzheitlichen Selbstversorgung basierend auf dem Low-Tech-Prinzip zu entwickeln. Dabei geht es uns wesentlich um die Umsetzung unserer innovativen Ideen fern von der Arbeitsweise großtechnischer Anlagen und Industriedesigns, hin zu für jedermensch verständlichen und umsetzbaren Low-Tech-Lösungen. Auf derartig ganzheitliche Problemlösungen sehen wir uns durch unser Studium nicht ausreichend vorbereitet und suchen daher nach Möglichkeiten, um unser Wissen in einer Projektwerkstatt anwendungsbezogen ein- und umzusetzen, zu erweitern, zu dokumentieren und gern weiterzuvermitteln. Besonders die interdisziplinär miteinander arbeitenden Studierenden mit diversen Wissensspektren und Vorstellungen gestalten hierbei den Prozess der Kozeptionierung von Selbstversorgung äußerst vielschichtig und produktiv. Weiterhin möchten wir den Teilnehmer_innen die Möglichkeit geben, ihre persönliche Team-, Methodik-, Organisations- und Kommunikationsfähigkeit (weiter-) zu entwickeln.

Projektwerkstätten der TU Berlin und tu projects © TU Berlin

Die Projektwerkstatt 'b-low[təch] – LowTech Selbstversorgung' verfolgt das Ziel der Entwicklung eines standortgerechten, ganzheitlichen Low-Tech-Selbstversorgungskonzepts. Durch Kooperationen mit weiteren Low-Tech- bzw. Selbstversorger_innen-Initiativen zu bestehenden Projekten werden wir uns inspirieren lassen und zusammen Ideen weiterdenken, um zielorientiert Lösungsansätze für die Herausforderung der Selbstversorgung zu finden. An ausgewählten Standorten, dem Projektgelände möchten wir so den Kreislauf der Autarkie erkennbar machen und verstehen. Die so entstehende Konzeption von Selbstversorgung werden wir in einem weiteren Entwicklungsprozess mithilfe von Kooperationen, Exkursionen, Bau- und Bildungsworkshops prüfen. Von der Zusammenarbeit mit Jugendlichen erwarten wir die positiven Auswirkungen eines hohen Grades an Interdisziplinarität der Projektwerkstatt 'b-low[təch] – LowTech Selbstversorgung'. Gemeinsam lernen lautet unsere Devise.

Wir bewegen uns in einer Welt die außer Acht behält, was Generationen-Vorsorge bedeutet. Damit aber diese Welt, wie wir sie kennen und schätzen, auch weiterhin erhalten bleibt, braucht es alternative Arbeitsansätze und Werkzeuge. Klimawandel und Generationengerechtigkeit, Globalisierung und Sozialverträglichkeit sind Themen, die nicht nur uns Studierende etwas angehen. Doch möchten wir durch Interdisziplinarität zumindest zu Ideen- und Wissensaustausch der Studierenden inspirieren, zu einer überfachlichen Qualifikation im sozialen, kommunikativen und handwerklichen Bereich anregen und somit eine wichtige Lücke schließen, die an der Universität unzureichend gefüllt wird. Um studentische Interdisziplinarität optimal nutzen zu können streben wir für einen Anteil von mindestens 40% Teilnehmerinnen in unserer Projektwerkstatt an. Auch werden wir sowohl Studienanfänger_innen als auch fortgeschrittene Studierende ermutigen mit uns tätig zu werden und teilzunehmen.

Auf Grundlage unseres geschilderten Ziels gehen wir, neben wissenschaftlich-theoretischen Arbeitsthemen, auf gemeinschaftliche Projektgestaltung und soziale, sowie kulturelle Inhalte ein. Mittels vielschichtiger Projekte werden wir in einem seminaristischem Rahmen gemeinsam unsere methodischen, sowie didaktischen Fähigkeiten erweitern. Hierbei stehen die Vor- und Nachbereitung für Konzeptionsphasen und gemeinsame Sitzungen, die Moderation von Entscheidungsfindungen, die inhaltliche Aufarbeitung der Thematiken mit Hilfe von allgemein verständlichen Zusammenfassungen, didaktische Vorbereitung von Workshops und deren Durchführung methodisch in unserem Fokus. Praktisch zeichnet sich die seminaristische Lehrmethodik unserer Projektwerkstatt durch offene Strukturen aus. Das soll heißen, dass es keinen Frontalunterricht geben wird und die Teilnehmer_innen selbst zur Moderation der Seminare angeregt werden. So werden wir gemeinsames Lernen und Lehren erlernen. Die geschaffene Schnittstelle zwischen technisch-naturwissenschaftlicher Verantwortung für Entwicklung, der gemeinsamen Nutzung des erlangten interdisziplinären Wissens und der Anregung zur Selbstbestimmung, immer mit Blick auf Folgen für das Gemeinwohl, stellt eine Neuheit dar. Wir erachten es als wichtig, dass durch gemeinwohlorientiertes Lernen ein Beitrag der Hochschullehre an unsere Gesellschaft zurückgegeben wird. Durch die allgemein zugängliche Dokumentation unserer Ergebnisse in Form von darstellungsunterstützten Anleitungen möchten wir ein möglichst breitgefächertes Publikum erreichen. Die praktisch errichteten Anwendungen der Projektwerkstatt möchten wir in bereits bestehende Projekte integrieren und so eine größtmögliche Nutzungszugänglichkeit gewährleisten. Neben dem allgemein vielschichtigen, theoretischen Bildungsangebot der Universitäten möchten wir einen Freiraum schaffen, in dem Studierende gemeinsam eigene Ideen weiterentwickeln und projektbezogen praktisch umsetzen können. Somit können sowohl handwerkliche Fertigkeiten und Kreativität, als auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Rücksichtnahme, Organisations- und Kommunikationsfähigkeit im universitären Rahmen weiterentwickelt werden. Mit beschriebener Vielschichtigkeit wird das Angebot der freien Wahl durch die Projektwerkstatt 'b-low[təch] - LowTech Selbstversorgung' für Studierende der Technischen Universität Berlin und weiterer Berliner Hochschulen erweitert.